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Deutsche Kreditkartennutzer kopieren Fehler der Amerikaner

Alexander Reissner

Wie in vielen Bereichen sind Amerikaner auch auf dem Kreditkartenmarkt die Pioniere unserer Erde. Kaum ein Finanz- und Kreditkartenprodukt, das nicht aus der Schmiede einer amerikanischen Unternehmung kommt. So auch in Sachen Revolving Card, die sich in den letzten Jahren auch in Deutschland immer größerer Beliebtheit erfreut. Mit sehr ernüchternden Nebenwirkungen ...

Revolving Cards sind genau dann eine tolle Sache, wenn man über ein geregeltes Einkommen verfügt und die nötige Selbstdisziplin besitzt, einen von der Bank offerierten Kredit nur kurzfristig zur Erhöhung der finanziellen Flexibilität zu verwenden. Das gelingt vielen nicht. Denn oft reicht der Bank bei vielen Revolving-Cards eine monatliche Rückzahlung von 5-10 % des Kreditbetrages. Das ist zwar nichts Außergewöhnliches bei einem "normalen" Kredit, aber bei Kreditkarten sind die Zinsen deutlich höher: bis zu 18 % sind auf dem deutschen Kreditkartenmarkt keine Seltenheit.

Wenn der Kartenhalter nun bar seine 5 % abtilgt, bekommt er vom Karten-Issuer immer neuen Verfügungsrahmen. Das läuft am Anfang recht gut, bis sich dann aber langsam aber unaufhaltsam die Zinsen und Zinseszinsen bemerkbar machen. Im Amerika hat sich auf diese Weise eine ungetilgte Kreditkartenschuld in Höhe von mehr als 1 Billion US-Dollar angehäuft. Bei Revolving-Cards, einem an sich tollen Kreditkarten-Produkt, ist also Vorsicht und Verstand geboten.

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