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Die Revolving-Card: Billiges Geld oder gefährliche Schuldenfalle?

Rolf Jansen

Eine Revolving-Card ist eine amerikanische Erfindung und verbindet die Funktionalität einer Kreditkarte (Maestro, MasterCard, VISA etc.) mit einem Rahmenkredit. Das Revolving-Konto wird im Soll geführt, eignet sich also in erster Linie für Kunden mit Kreditbedarf. Der Einzug des Rechnungsbetrages wird nicht wie sonst üblich monatlich per Lastschrift abgewickelt, sondern der Kartenhalter tilgt mit einer monatlichen Mindestrate von meist fünf bis zehn Prozent des Rechnungsbetrages.

Was auf den ersten Blick wie eine bequeme Geldquelle aussieht, meist noch mit weiteren Boni wie zum Beispiel Tankrabatten von den Banken verschönert, kann sich mit der Zeit als Schuldenfalle erweisen. Die Bank kann über Revolving-Credit-Cards hohe Erträge erzielen, da verwaltungsintensive Kleinkredite auf die Karte verlagert werden. Der effektive Jahreszins liegt bei den meisten Produkten bei 12-14 % für Rückzahlungen innerhalb eines festgelegten Zeitraumes. Der Säumniszins kann jedoch schnell bis zu 25 % p.a. betragen. Auf dem europäischen Kontinent sind Revolving-Cards in Frankreich und Großbritannien bereits weit verbreitet. Es ist zu erwarten, dass internationale Banken ihre Marktpräsenz im Bereich Revolving-Credit-Cards auch in Deutschland ausbauen werden.

Einen Vergleich aktueller Kreditkartenangebote finden Sie hier.


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