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Kreditkarten – Ursprung und Geschichte der Plastikkarten

Tanya Schmidt

Kreditkarten wurden das erste Mal im Roman "Looking Backward" von Edward Bellamy erwähnt – und das im Jahr 1887 und lange, bevor die Kreditkarten als Zahlungsmittel erfunden wurden. Seit dem Ende des 19. Jahrhundert haben Hotels und später auch Kaufhäuser Kundenkarten ausgegeben, die Kreditkäufe ermöglichten, allerdings nur bei den jeweiligen Händlern. Sie waren Vorläufer der Kreditkarten und der heute verbreiteten Treue- oder Loyalty-Karten. Als Erfinder der modernen Kreditkarten gilt Frank McNamara, der bei einem Restaurantbesuch feststellte, dass er seinen Geldbeutel vergessen hatte, und als Sicherheit seine Visitenkarte hinterliess. Er gründete kurz darauf im Jahr 1950 den Diners Club. Die modernen Kreditkarten sind nicht an einen Händler gebunden, sondern können bei jedem Unternehmen zur Zahlung eingesetzt werden, der einen Akzeptanzvertrag für die jeweilige Kreditkarte geschlossen hat. Besitzen Sie z.B. eine Mastercard, so können Sie überall dort bezahlen, wo Mastercards akzeptiert werden.

In den 1950er Jahren wurde zunächst zwischen Travel & Entertainment-Kreditkarten und Bankkreditkarten unterschieden. Erstere wurden von Diners Club initiiert und bieten vor allem Komfort und Zusatzleistungen für Vielreisende. Diese Karten hatten von Anfang an eine gute weltweite Verbreitung. Vor allem der Urheber dieser Karten, Diners Club, konnte den Markt jahrelang dominieren. Seit 1958 gibt es in diesem Bereich auch American Express.

Die Bankkreditkarten sind auf das Konsumentengeschäft ausgerichtet und meist mit einem Revolving Credit ausgestattet. Dies bedeutet, dass Teilrückzahlungen gegen Zinsen möglich sind. Diese Karten wurden meist von Banken herausgegeben – daher der Name –, und Vertragsunternehmen, also Händler, die die Karten akzeptierten, gab es oft nur im regionalen Einzugsbereich der Bank. Mittlerweile ist das Feld konsolidiert, und die größten Anbieter sind Mastercard und Visa. Es gibt auch kaum mehr Unterschiede zwischen den Bankenkreditkarten und den Travel & Entertainment-Kreditkarten – alle sind international verbreitet, und die meisten bieten sowohl Revolving Credit als auch viele Extras an.

Kreditkarten sind mittlerweile weltweit im Einsatz. Schon vor 10 Jahren gab es mehr als 2 Milliarden Kreditkarten. Allerdings sind die Karten im englischsprachigen Raum derzeit noch populärer als in Deutschland, wo Maestro/ EC-Karten oft bei Konsumenten bevorzugt werden.

Mittlerweile gibt es ein breites Angebot von Kreditkarten. Nicht mehr nur Banken, sondern auch Fluggesellschaften (z.B. Lufthansa) oder Automobilhersteller (z.B. Volkswagen) bieten eigene Kreditkarten an. Ausserdem gibt es eine Vielzahl von Zusatzleistungen (Versicherungen, Reiseservice, Bonusprogramme), mit denen die Kreditkartenanbieter werben.

Hier finden Sie einen Vergleich interessanter aktueller Kreditkartenangebote in Deutschland.

Zum Profil von Barclaycard Gold Visa

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