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Out-Sourcing: Wenn Drittunternehmen in den Besitz sensibler Daten kommen

Alexander Reissner

Fast 25 % der Deutschen besitzen eine Kreditkarte. Sofort auf der Karte zu erkennen ist der Name der Issuing-Bank und oft auch der des Vertriebspartners (z.B. ADAC, Air Berlin...). Wenigen dürfte klar sein, wo die Kreditkartendaten, die sie gerade im Internet oder am Terminal eingetippt haben, hinwandern. Ein mögliches Ziel könnte die Firma Atos in der Frankfurter Bürostadt Niederrad sein.

Atos gehört zum französischen Konzern Atos Origin, der weltweit ca. 5,8 Mrd. Euro Umsatz generiert. Die Aufgabe der 50.000 Mitarbeiter ist hauptsächlich das Verarbeiten enormer elektronischer Datenmengen. Ob das Verschicken einer SMS, die Abgabe der Krankenkarte beim Arzt oder eben eine Kreditkartentransaktion, Atos wickelt diese elektronischen Transaktionen ab und verwaltet die Daten.

Atos und andere Dienstleister können dies, weil Privatbanken und Sparkassen ihr Kreditkartengeschäft weitgehend ausgelagert haben. Dieses "Out-Sourcing" spart zwar Geld, ist aber, wie man beim gegenwärtigen LBB-Kreditkarten-Skandal sehen kann, ein erhebliches Sicherheitsrisiko. 


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