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Überholt: Warum vom Magnetstreifen auf einen Speicherchip gewechselt wurde

Mitte der 1990er Jahre wurden in den meisten europäischen Ländern zuerst Debitkarten mit Mikrochips ausgestattet, um Transaktionen nicht mehr mit dem technisch überholten Magnetstreifen abwickeln zu müssen. Allerdings waren diese Chips von Land zu Land unterschiedlich, sodass sich schließlich der so genannte EMV-Standard durchsetzte.

Die Hauptgründe für den Einsatz eines Chips anstelle eines Magnetstreifens sind unter anderen:

  • Der Chip lässt sich mittels technischer Verfahren besser gegen Plagiatur schützen als ein Magnetstreifen, denn der Chip kann eine Verschlüsselung durchführen, ohne dass ein geheimer Schlüsselwert ausgelesen werden kann. Folglich kann ein Dieb den Chip nur verwenden, wenn er die PIN kennt
  • Chipkarten können auf Kartenechtheit und Richtigkeit der PIN auch ohne bestehende Online-Verbindung gepfüft werden
  • Der Magnetstreifen ist ein rein passiver Datenspeicher. Ein Chip hingegen ein Miniatur-Computer mit eigener Rechenleistung, sodass Zusatzfunktionen wie Elektronische Geldbörse und Stammkundenprogramme möglich sind
  • Die Spezifizierung des EMV-Standards bezieht sich nur auf Zahlungapplikationen

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