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Online-Vertrieb lässt viele Direktbanken entstehen

Alexander Reissner

Die kostensparende Möglichkeit des Online-Vertriebs hat zur Entstehung von einer Vielzahl an Internet-Unternehmen, darunter Direktbanken, geführt, die sich mit Angeboten à la "kostenlos" gegenseitig überbieten. Den Anfang machten Unternehmen, die kostenlose Software zum Download anboten. Einfallsreiche Marketingstrategen übertrugen dieses Prinzip auf Finanzprodukte. Erste Angebote mit kostenlosen Girokonten und Kreditkarten wurden zu einem Verkaufsschlager.

Mittlerweile gehört es zu den obligatorischen Finanzdienstleistungen einer Bank, sowohl Online als auch im Filialgeschäft, zumindest ein kostenloses Girokonto als Lockangebot anzubieten. Der Wettbewerb auf diesem Sektor ist derart stark, dass sich die Produkte kaum noch voneinander unterscheiden. Als Kunde sollte man bei diesen "kostenlosen" Angeboten jedoch aufpassen, da Banken, um überhaupt ihre Kosten decken zu können, oft über im Kleingedruckten verklausulierten Zusatzvereinbarungen abkassieren können. Eine kostenlose Kreditkarte wird so rasch zu einem recht kostenpflichtigen Produkt.

Auch kalkulieren Banken eine sehr deutsche Gewohnheit ein: sie wechseln ungern die Bank. Aber gerade bei kostenlosen Angeboten lohnt sich ein genauer Preis- und Leistungsvergleich. Eine nur im ersten Jahr kostenfreie Kreditkarte kann mit Jahresgebühr durchaus an Attraktivität verlieren.


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