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Zahlungsausfallquote bei AmEx könnte 9 % erreichen

Alexander Reissner

Die Zahlungsausfälle stiegen bei der Kreditkartenorganisation American Express im Januar 2009 auf 8,3 % an, nach 7 % im Dezember 2008. Zum Vergleich: im Januar 2006 lag die Zahlungsausfallquote bei 2 %. Und diese Zahl enthält nicht einmal die Ausfälle bei Kleingewerbekunden und einigen der jüngst hinzugekommenen Kreditkartenbesitzer. Prognosen der Rating-Agentur Fitch Ratings zu Folge könnten Zahlungsausfälle und uneinbringliche Forderungen den bisherigen Höchststand von 7,7% (1. Quartal 2002) übertreffen und auf 9% steigen. Während der letzten Boomjahre lag das Niveau stets unter 5%.

Viele der aktuellen Probleme des Kreditkartenriesen datieren jedoch zurück auf 2003, als Amex begann, sein Geschäft auszuweiten. Der Konzern entschloss sich, verstärkt sogenannte Revolving Credit Cards auf den Markt zu bringen.

Das Problem jedoch: Während viele Banken, die Kreditkarten vergeben, das Gros ihres Umsatzes über Zinserträge erwirtschaften, ist Amex vorwiegend auf Transaktionsgebühren angewiesen. Immer wenn jemand per Kreditkarte bezahlt, erhält Amex vom Händler eine Gebühr. Das Geschäftsmodell basiert also auf einer aktiven Kartennutzung. Den neuen Kartenbesitzern wurden immer höhere Kreditlimits eingeräumt, um sie zum Kaufen zu animieren.

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